Fairness-Versprechen auf dem Prüfstand

Procter & Gamble im Fairness-Check

Corporation
1837
Cincinnati, Ohio, Vereinigte Staaten
Germany Holding GmbH
Jon R. Moeller
Shailesh G. Jejurikar
Loïc Tassel
Loïc Tassel leads P&G’s business across 57 countries in Europe, serving more than 850 million consumers.
84,04 Mrd. USD
Blendax GmbH (Zahnhygiene), Ellen Betrix (Kosmetik- und Parfümherrsteller), Eurocos (Kosmetik- und Parfümherrsteller), Gillette Company (Nassrasursysteme), Iams (Tiernahrung), Max Factor (Kosmetik- und Parfümherrsteller), Tambrands Inc. (Hygieneartikel)
P & G erwartet weiterhin eine bereinigte Free-Cashflow-Produktivität von 85% bis 90% und erwartet, im Geschäftsjahr 2026 rund $ 10 Milliarden an Dividenden zu zahlen und rund $ 5 Milliarden Stammaktien zurückzukaufen.

Qualitätsurteil der Fairness-Stiftung  

So hält Procter & Gamble die eigenen Fairness-Versprechen:

Beschäftigte/Partner
Karte gruen
Procter & Gamble erfüllt seine Fairness-Versprechen bezüglich seiner Beschäftigten.
Kunden/Klienten
Karte rot
P&G wird seien Versprechen hier nicht gerecht und fällt insbesondere durch einen mangelnden Kundenservice und irreführende Werbung auf.
Wettbewerb
Karte rotweiss
Procter & Gamble verpflichtet sich selbst zu einem fairen Umgang mit Wettbewerbern, leider lassen sich dazu aber keine Quellen finden, die dieses Verhalten bestätigen oder dementieren würden.
Umwelt/Natur
Karte gruen
Procter & Gamble zeigt ernsthafte Bemühungen, um seine Produkte umweltfreundlicher zu gestallten und die damit verbundenen Fairness-versprechen einzulösen.
Öffentlichkeit
Karte gruen
P&G wird durch vielfältigen Einsatz für Inklusion und Entwicklungszusammenarbeit seinen eigenen Ansprüchen in besonderem Maße gerecht.

Fazit der Fairness-Stiftung

P&G ist ein global agierendes Unternehmen, zu dem zahlreiche andere Firmen gehören. Seit einigen Jahren orientiert es sich von den ursprünglichen Hauptgeschäftsfeldern wie Waschmitteln, Reinigungsprodukten, Papierprodukten und Windeln weg, hin zu der Sparte der Kosmetikprodukte, die größere Wachstumsmöglichkeiten bietet. Mittlerweile erwirtschaftet die „Beauty“-Sparte mehr als die Hälfte des Gewinns. Zudem erwarb P&G 2018 das Consumer-Health-Geschäft der Firma Merck.
Der Konzern, der selbst angibt mit seinen vielfältigen Produkten an die 5 Milliarden Menschen zu versorgen, setzt sich selbst ambitionierte Ziele und gibt auf seiner Website weitreichende Fairnessversprechen ab, die gut in die Fairness-Kategorien einordbar sind.
So sagt er unter anderem, man habe sich aus Überzeugung öffentlich dazu verpflichtet, das Richtige zu tun.
In Bezug auf seine Beschäftigten gibt P&G zumindest im deutschsprachigen Raum ein faires Bild ab, was sich in den positiven Mitarbeiterbewertungen auf den Plattformen kanunu und Indeed zeigt, wobei besonders die Bezahlung und die Unternehmenskultur positiv hervorgehoben werden.
Anders sieht es hingegen mit Blick auf seine Kunden aus, wie die Kundenbewertungen auf der Bewertungsplattform Trustpilot zeigen. Diese werfen dem Unternehmen ebenso wie der MDR und die Kläger, in dem noch laufenden Gerichtsprozess in den USA, irreführende Werbung und Verpackungen vor. Seinem Anspruch, das Leben seiner Kunden zu verbessern, wird der Konzern damit nicht gerecht.
Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit hält P&G mit großen Versprechen nicht zurück, zeigt sich in vielerlei Hinsicht aber auch bemüht, diesen nachzukommen. Besonders positiv ist die Kampagne #WirDrehenRunter“ in Zusammenarbeit mit WWF hervorzuheben. Aber auch hier gibt es noch Handlungsbedarf, wie die Bewertung von Ökotest zeigt. Sollte sich die Anklage in dem US-Prozess bezüglich irreführender Umweltversprechen gegen P&G als wahr herausstellen, muss diese Bewertung jedoch neu vorgenommen werden.
P&G setzt sich in verschiedenen öffentlichen Kampagnen für eine diversere Welt ein, was z.B. in der Aktion „Stück zum Glück“ sichtbar wird. Es nutzt damit seine Reichweite, um die eigenen Werte auch nach außen zu tragen. Zudem unterstützt es zusammen mit einigen Partnern in der Initiative Children´s Safe Drinking Water (CSDW) die Versorgung von Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Trinkwasser. Die Fairness des Unternehmens in Bezug auf die Öffentlichkeit ist daher als ausgeprägt zu bewerten.

Letzte Aktualisierung: 22.04.2026 16:14:14 - Die Darstellung ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen und werden nach Bekanntwerden schnellstmöglich korrigiert. Wir bitten um entsprechende Hinweise auf unserem Kontaktformular.

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