Fairness-Versprechen auf dem Prüfstand

C&A im Fairness-Check

C&A Mode GmbH & Co. KG
Bart F. Brenninkmeijer, Martijn N. N. Brenninkmeijer, Tjeerd E. van der Zee, Robert H. A. M. Smeele, Anthony H. Stam
Cofra Holding AG
Brüssel, Düsseldorf
Clemens und August Brennininkmeijer (1841 gegründet)

Qualitätsurteil der Fairness-Stiftung  

So hält C&A die eigenen Fairness-Versprechen:

Beschäftigte/Partner
Beschäftigte/Partner-Karte
durchschnittliches Engagement bei Verbesserung von Arbeitsbedingungen, Arbeiter in Textilproduktion schlecht bezahlt
Kunden/Klienten
Kunden/Klienten-Karte
Umsetzung der Versprechen stark ausbaufähig
Wettbewerb
Wettbewerb-Karte
keine Fairness-Versprechen veröffentlicht
Umwelt/Natur
Umwelt/Natur-Karte
positive Umsetzung, kann erweitert werden
Öffentlichkeit
Öffentlichkeit-Karte
keine Versprechen vorhanden; mangelhafte Transparenz der SOCAM

Fazit der Fairness-Stiftung

C&A gehört zu den Unternehmen, die frühzeitig ihre soziale Verantwortung in der Textillieferkette erkannt haben. Bereits 1998 hat C&A einen Verhaltenskodex für Lieferanten formuliert. Diese Vorreiterrolle hat C&A allerdings nicht beibehalten.

C&A wird seinem Anspruch von Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, auch von Zulieferfirmen, nicht gerecht, wenn sein Verhaltenskodex Themen auslässt, die gerade in der Textilindustrie problematisch erscheinen. Dazu gehören z.B. die Regelung der Arbeitszeiten und Überstunden, sowie das Ausgeben von Arbeitsverträgen, vornehmlich bei der in Bangladesch stattfindenden Textilproduktion für C&A. Am Beispiel der geächteten Sandstrahltechnik bei der Jeansherstellung zeigt sich, dass es unzureichend ist, gegenüber dem Zulieferer nur ein Verbot auszusprechen.
Positiv erscheinen C&As Initiativen, wie z.B. CottonConnect und dessen offensives Vorgehen gegen Kinderarbeit und das Sumangali-System. Insgesamt wird C&A seinen Versprechen gegenüber Mitarbeitern und Lieferanten nur begrenzt gerecht und entwickelt sich tendenziell eher unfair.

Vorbildlich ist die Einrichtung eines „Fairness-Channels“, durch welche sich Whistleblower direkt und vertraulich an die Unternehmensleitung in Europa wenden können.

C&A verspricht seinen Kunden sozial- und umweltverträglich hergestellte Mode. Mit der Umsetzung hat C&A begonnen, der weitere Verlauf bleibt abzuwarten. Die Fairness-Qualität bleibt ausbaufähig. Gleichwohl wird das Versprechen von Bio-Baumwolle relativ gut eingelöst.

Mangelhaft ist die Transparenz des Unternehmens in Bezug auf die firmeneigene Auditorganisation SOCAM. Zwar sei die SOCAM von C&A operativ unabhängig, doch berichtet die Organisation nur an C&A. Eine unabhängige Prüfung der Auditergebnisse ist nicht möglich und damit sind auch deren Ergebnisse wenig aussagekräftig.

(Stand 10.4.2018)

Letzte Aktualisierung: 10.04.2018 - Die Darstellung ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen und werden nach Bekanntwerden schnellstmöglich korrigiert. Wir bitten um entsprechende Hinweise auf unserem Kontaktformular.

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