Fairness-Versprechen auf dem Prüfstand

IKEA im Fairness-Check

IKEA Deutschland GmbH & Co. KG
Ingvar Kamprad
Mikael Ohlsson
Göran Grosskopf
Peter Betzel

Qualitätsurteil der Fairness-Stiftung   Info

So hält IKEA die eigenen Fairness-Versprechen:

Beschäftigte/Partner
Beschäftigte/Partner-Karte
Fairness-Versprechen müssen besser eingelöst werden
Kunden/Klienten
Kunden/Klienten-Karte
Fairness-Versprechen müssen besser umgesetzt werden
Wettbewerb
Wettbewerb-Karte
keine Erkenntnisse über Unfairness/Fairness
Umwelt/Natur
Umwelt/Natur-Karte
eigene Fairness-Versprechen mangelhaft realisiert
Öffentlichkeit
Öffentlichkeit-Karte
keine Erkenntnisse über Unfairness/Fairness

Fazit der Fairness-Stiftung

Durch geschicktes Marketing hat IKEA zweifelsohne ein grünes, sympathisches Image. Eine nähere Betrachtung der Unternehmenspolitik stellt dieses jedoch stark in Frage.

So bezieht IKEA zwar auch Holz mit FSC-Label, laut Greenpeace das aktuell beste Zertifizierungssystem, doch der Großteil des Holzes stammt aus der legalen Abholzung von Urwäldern. Laut IKEA kein Widerspruch zum eigenen Anspruch, da es nur Holz „aus nachweislich verantwortungsvoller Holzwirtschaft“ akzeptiert. Doch der Preis, den die Umwelt und letztendlich die Welt dafür zahlt, erscheint recht hoch. Somit kann die Fairness-Qualität von IKEA gegenüber der Umwelt nur als mangelhaft bezeichnet werden. Und: Obwohl bekannt war, dass es sich bei großen Wäldern (Land), die Ikea in Rumänien kaufte, vielen Fällen um zu Unrecht enteignetes Land handelte, hat IKEA 2015 über 30.000 Hektar gekauft. Laut Gerichtsurteil muss Ikea die Käufe rückabwickeln.

Nach Bespitzelungsvorwürfen bei IKEA Frankreich, begegnet IKEA aktuell seinem Defizit im Bereich Fairness-Qualität gegenüber Mitarbeitern und Kunden, mit der Herausgabe eines neuen Verhaltenskodexes. Bereits 2008 wurden ähnliche Vorwürfe gegenüber IKEA Deutschland bekannt. Inwiefern ein neu formulierter Verhaltenskodex die Defizite in der Fairness-Qualität beseitigt, bleibt abzuwarten. Positiv erscheint, dass IKEA sich dem Vorwurf der Zwangsarbeit bei ehemaligen Lieferanten stellt und hierfür Nachforschungen durch Dritte durchführen lässt. Dennoch kann die Einlösung der Fairness-Versprechen nur als verbesserungswürdig bezeichnet werden.

Der ARD-MarkenCheck urteilt: "Die Fairness bei Ikea ist vorgetäuscht".

(Stand 01.08.2018)

Letzte Aktualisierung: 8/1/2018 - Die Darstellung ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen und werden nach Bekanntwerden schnellstmöglich korrigiert. Wir bitten um entsprechende Hinweise auf unserem Kontaktformular.

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