Fairness-Versprechen auf dem Prüfstand

Nike im Fairness-Check

Aktiengesellschaft Nike Inc.
Mark Parker (Exekutivvorsitzender); Elliott Hill (CEO und Präsident); Philip H. Knight (Vorsitzender Emeritus)
Beaverton (Oregon), USA
Weltmarktführer für Sportschuhe und Sportbekleidung seit 1989

Qualitätsurteil der Fairness-Stiftung  

So hält Nike die eigenen Fairness-Versprechen:

Beschäftigte/Partner
Karte rot
Produktionsarbeiter werden nicht existenzsichernd entlohnt, rechtlich zustehende Entschädingungen verwehrt.
Kunden/Klienten
Karte rot
schlechte Kundenservice, mangelhaftes Beschwerdemanagement
Wettbewerb
Karte gelb
harter Wettbewerb, teils Verstöße des Patentrechtes
Umwelt/Natur
Karte gruen
Anstrengungen für höheres Niveau der Nachhaltigkeit, Umstellung auf erneuerbare Energien
Öffentlichkeit
Karte gruen
Einsatz für Diversität, Positionierung gegen Antisemitismus

Fazit der Fairness-Stiftung

1964 als Blue Ribbon Sports gegründet, etablierte sich das Unternehmen von Phil Knight und Bill Bowerman schnell im amerikanischen Sportmarkt.
Nike ist heute der weltweit größte Produzent von Sportschuhen und anderen Sportartikeln mit einem Jahresumsatz von über 46 Milliarden Dollar und einem Gewinn von mehr als 3 Milliarden Dollar (Stand 2025).
Als Sportartikelproduzent sollte der Begriff Fairness, dessen Ursprünge schließlich im Sport liegen, sowohl in der Unternehmensphilosophie als auch in den Unternehmenspraktiken eine zentrale Rolle spielen.
Ob und wenn ja, wie tiefgreifend die Fairness bei Nike tatsächlich eine Rolle spielt, werden wir im Folgenden erörtern.
Nike gibt, gestützt von seiner Mitgliedschaft bei der Fair Labor Association, an, für eine verantwortungsvolle Lieferkette einzustehen. Man wolle Respekt denjenigen gegenüberbringen, die ihre Produkte herstellen, doch wo bleibt der Respekt, wenn man insgesamt 1400 kambodschanischen Arbeitern nicht die ihnen zustehenden Entschädigungen auszahlt? Fair ist das jedenfalls nicht.
Ebenfalls prekär schaut es im Hinblick auf den Kundenservice aus, für Nike sollten derart schlechte Bewertungen auf Online-Bewertungsportalen und die teils schwerwiegenden Anschuldigungen von Kunden nicht akzeptabel sein und zu denken geben.
Nike steht in einem harten Wettbewerb mit anderen Sportartikelherstellern und ganz besonders mit dem deutschen Unternehmen adidas. In den vergangenen Jahren gab es mehrfach rechtliche Streitigkeiten über Produktdesigns. Nike reizt immer wieder die Grenzen des Legalen aus und verstößt nach Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf teils gegen geltendes Patentrecht. Hier wäre ein fairer, sportlicher Umgang miteinander wünschenswert.
Bezüglich der Umweltbilanz hat Nike hingegen beachtliche Fortschritte zu verbuchen. Der Konzern setzt in Herstellungsprozessen auf erneuerbare Energien und findet synthetische Alternativen zu tierischen Materialien. Partnerschaften wie mit dem Popstar Billie Eilish zum Forcieren einer Kreislaufwirtschaft sollten ausgebaut werden.
Öffentlich präsentiert sich Nike divers und kulturell aufgeschlossen und positioniert sich gegen Antisemitismus.
Insgesamt gibt es viele Punkte, an den Nike noch arbeiten muss, um auch neben dem Sportplatz Fairness zu praktizieren. Es gilt nun sich an den eigenen Fortschritten wie im Bereich des Umweltschutzes zu orientieren und den Gedanken der Nachhaltigkeit auch auf andere Felder zu übertragen.
(Stand 2026)

Letzte Aktualisierung: 07.05.2026 - Die Darstellung ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen und werden nach Bekanntwerden schnellstmöglich korrigiert. Wir bitten um entsprechende Hinweise auf unserem Kontaktformular.

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