Fairness-Versprechen auf dem Prüfstand

Primark im Fairness-Check

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Limited)
Arthur Ryan, Chairman (Aufsichts- oder Verwaltungsratvorsitzender
Paul Marchant, CEO (Vorstandsvorsitzender)
Dublin
1969
Tochter des britischen Konsumgüterkonzerns Associated British Foods (ABF).

Qualitätsurteil der Fairness-Stiftung  

So hält Primark die eigenen Fairness-Versprechen:

Beschäftigte/Partner
Beschäftigte/Partner-Karte
Die Behandlung ist zweifelhaft; oft unfair in der Produktion
Kunden/Klienten
Kunden/Klienten-Karte
keine Auffälligkeiten
Wettbewerb
Wettbewerb-Karte
Billigpreise drücken branchenweit die Preise auf Kosten der Mitarbeiter und Hersteller
Umwelt/Natur
Umwelt/Natur-Karte
Nachhaltigkeitsversprechen zweifelhaft; Kleidung wird zu Ramschware
Öffentlichkeit
Öffentlichkeit-Karte
geschicktes Wording zur Selbstdarstellung; Transparenz durch Lieferantenliste und Prüfweise, verfehlte Versprechen

Fazit der Fairness-Stiftung

Primark prägt den Textilmarkt: durch Billigpreise und Billigproduktion. So fair wie sich die Firma gibt ist Primark überhaupt nicht. Zweifel an der Selbstdarstellung sind angebracht; die Fairness-Versprechen sehr blumig. Primark versteckt sich oft hinter Kooperationen. Hat allerdings auf Druck der Öffentlichkeit inzwischen die Konditionen und Lieferanten seiner Produkte offen gelegt. Ein wichtiger Schritt zu Transparenz, Kontrolle und Weiterentwicklung.

Es gibt Kritik und Beschwerden zum Umgang mit Mitarbeitern. Auch am Umgang mit den Herstellern und den Arbeiterinnen in den fernöstlichen Fabriken, die nicht zufriedenstellend widerlegt werden können. Äußerungen von Primark zu den Zuständen sind teils geschönt, teils uneingelöste Versprechen. Während das Unternehmen in 2018 1 Milliarde Gewinn (!) machte, konnten die Arbeiterinnen in den Billiglohntextilproduktionsfirmen vom Lohn nicht leben.

Das behauptete Recycling der Kleidung ist ein Witz, ein Versteckspiel, das Verbraucher nicht durchschauen und bewerten können.

Der Kardinal von Köln, Woelki, bezeichnet Primark als "Manchesterkapitalismus pur". Er sagte, „Primark“ sei mehr an Rendite interessiert als an den Lebensbedingungen der Männer und Frauen, die die zum Verkauf stehende Kleidung fertigen.

Verdi beklagt den hohen Krankenstand durch den „Knochenjob für Mitarbeiter bei Primark“.

(Stand11.06.2019)

Letzte Aktualisierung: 6/11/2019 - Die Darstellung ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen und werden nach Bekanntwerden schnellstmöglich korrigiert. Wir bitten um entsprechende Hinweise auf unserem Kontaktformular.

Sie haben neue Erkenntnisse?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung:
Empfehlen Sie uns weiter: