Fairness-Versprechen auf dem Prüfstand

Samsung Electronics Co., Ltd. im Fairness-Check

Aktiengesellschaft mit Sitz in Südkorea
Lee Jae-Yong (Executive Chairman)
Han-Jo Kim (Aufsichtsratsvorsitzender)
Kye-Hyun Kyung (Leiter DS)
Jung-Bae Lee (Leiter Chipsparte)
Young Han Suk (Kevin) Seo (President & CEO)
Yeonho Choi (Chief Financial Officer)
Hoon Seol (Executive Vice President)
02.02.2026

Qualitätsurteil der Fairness-Stiftung  

So hält Samsung Electronics Co., Ltd. die eigenen Fairness-Versprechen:

Beschäftigte/Partner
Karte rot
Trotz Fairness-Versprechen kommt es zu Verletzungen des Patentrechtes sowie zu Arbeitsschutzverletzungen
Kunden/Klienten
Karte rot
Private Kundendaten werden teils nicht geachtet und Konsumenten durch irreführende Werbung getäuscht.
Wettbewerb
Karte rot
Die eigene Marktmacht wird ausgenutzt, um andere einzuschüchtern, geistiges Eigentum von Konkurrenten wir nicht respektiert.
Umwelt/Natur
Karte rot
Reparaturfreundlichkeit unterdurchschnittlich, Schadstoff-Abgabe überdurchschnittlich selbst für den Elektronik-Sektor, es kommt zur Freisetzung von Schadstoffen in die Umwelt.
Öffentlichkeit
Karte rot
Fairness-Versprechen, zum Wohl aller Menschen handeln zu wollen, ist vage, und ist insbesondere in den von Amnesty International genannten Kontexten nicht realisiert.

Fazit der Fairness-Stiftung

„Wir halten uns an alle relevanten Gesetze und ethischen Prinzipien und respektieren dabei unsere umfassenderen gesellschaftlichen Verpflichtungen.“ So lautet es im Ethik und Compliance-Management auf der Website von Samsung Electronics. Das Unternehmen gibt dabei auch selbst einige Richtlinien an, an denen es gemessen werden möchte und die mit den Kriterien des Fairness-Checks gut kompatibel sind. Zudem bietet es dem Verbraucher Gelegenheit dazu Beschwerden zu formulieren oder auf Missstände aufmerksam zu machen.
Davon abgesehen zeigt sich in der Realität aber ein anderes Bild, in näherer Vergangenheit wurde Samsung bereits von zwei Gerichten aufgrund schwerwiegender Verstöße zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt, wobei es zum einen um den Verstoß gegen geltendes Patentrecht und zum anderen um falsches Bewerben von markeneigenen Artikeln ging.
Die Intervention der Deutschen Umwelthilfe sowie der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, war nur notwendig, da Samsung aufgrund irreführender Werbung den Verbraucher getäuscht hat. Aufschluss über den Umgang Samsungs mit seinen Kunden ergaben auch die Recherchen der Plattform 404 Media, nach welchen die Firma die Privatsphäre seiner Kunden verletzt, um eigene Vorteile zu erlangen.
Ebenso wie das texanische Patentrechtsurteil zeigten auch die genannten Recherchen von 404 Media, dass Samsung seine Marktstellung bewusst ausnutzt, um andere Unternehmen einzuschüchtern oder für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Es scheint entgegen eigenen Angaben das geistige Eigentum anderer nicht zu respektieren und verfolgt somit unfaire Wettbewerbspraktiken.
Die Berichte über die Vorgänge in der Batteriefabrik in Ungarn sind ebenfalls diametral zu den selbstgesteckten Fairness-Zielen Samsungs. Ein Unternehmen, das die Schädigung der Umwelt billigend in Kauf nimmt, ja sogar bereit ist Ordnungsstrafen zu zahlen, um an seinen Praktiken nichts ändern zu müssen, hat mit Umweltbewusstsein nichts am Hut.
Dieser Vorfall gibt allerdings nicht nur Aufschluss über Samsungs Fairnesspraktiken in Bezug auf die Umwelt. Er zeigt auch, wie das Unternehmen bereit ist die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu Gunsten unternehmenseigener Ziele zu vernachlässigen und somit die Fairness-Versprechen gegenüber seinen Angestellten nicht einhält.

Letzte Aktualisierung: 09.04.2026 17:13:45 - Die Darstellung ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für die Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen und werden nach Bekanntwerden schnellstmöglich korrigiert. Wir bitten um entsprechende Hinweise auf unserem Kontaktformular.

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